
Faulbehälter & Biogasanlagen
Faulbehälter & Biogasanlagen zur anaeroben Klärschlammstabilisierung mit Biogasnutzung im BHKW, Kessel oder über Fackel – als Komplettsystem.
Technische Daten
| Faulbehälterbauarten | CSTR mit Festdach · Schwimmdach · Gasspeicher |
| Kapazität | 100 – 50.000 m³ Faulraumvolumen |
| Aufenthaltszeit (HRT) | 15 – 25 Tage |
| Temperatur | Mesophil 32–38 °C · thermophil 50–55 °C |
| Biogasertrag | 0,4 – 0,5 m³ Biogas / kg abgebaute oTS |
| Biogaszusammensetzung | CH₄ 60–70 % · CO₂ 30–40 % |
| oTS-Abbau | 45 – 65 % |
| Biogasverwertung | BHKW · Heizkessel · Fackel |
| Elektrische Leistung (BHKW) | 1 – 5.000 kW (abhängig von der Anlagengröße) |
| Normen | CE · ATEX · DVGW · DIN EN 12255 |
Merkmale
- Biogasnutzung senkt die Netto-Energiekosten der Schlammbehandlung nahezu auf null
- BHKW erzeugt Strom und Wärme aus Biogas – Erlöse aus der Energieerzeugung
- oTS-Abbau von 50–60 % reduziert Menge und Kosten der Schlammentsorgung
- Schwimmdach-Faulbehälter ermöglicht eine variable Gasspeicherung bei konstantem Druck
- ATEX-zertifizierte Gasführung und elektrische Ausrüstung im gesamten System
- Komplettsystem: Faulbehälter, Rührwerk, Wärmetauscher, Gasspeicher, BHKW, Fackel
Anwendungen
- Schlammstabilisierung auf kommunalen Kläranlagen
- Anaerobe Faulung industrieller Schlämme
- Co-Vergärung von Speiseabfällen und Klärschlamm
- Vergärung von Gülle und Mist aus der Landwirtschaft
- Vergärung von Nebenprodukten aus Brauereien und Brennereien
- Planung energieneutraler Kläranlagen
Produktübersicht
CM Aquatechnik liefert anaerobe Faulbehälter zur Stabilisierung von Primär- und Sekundärschlamm bei gleichzeitiger Erzeugung von Biogas (Methan). Erhältlich sind Ausführungen als volldurchmischter Rührkesselreaktor (CSTR) mit Festdach, Schwimmdach oder Membrandach. Systeme zur Biogaserfassung und -verwertung für die Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW) oder zur sicheren Abfackelung werden als Komplettsysteme geliefert.
Häufige Fragen
Wie wird ein Faulbehälter dimensioniert?
Das Faulraumvolumen ergibt sich im Wesentlichen aus der täglichen Schlammmenge und der erforderlichen hydraulischen Aufenthaltszeit von typischerweise 15–25 Tagen sowie aus der organischen Belastung und dem gewählten Temperaturbereich. Unsere Systeme decken Faulraumvolumina von 100 bis 50.000 m³ ab.
Sollte ich eine mesophile oder thermophile Faulung wählen?
Die mesophile Faulung bei 32–38 °C ist das am weitesten verbreitete Verfahren, da sie stabil und vergleichsweise einfach zu betreiben ist. Die thermophile Faulung bei 50–55 °C beschleunigt die biologischen Prozesse, erfordert jedoch mehr Wärme und eine engere Prozessüberwachung – die Wahl hängt daher von Schlammart, Energiebilanz und Behandlungszielen ab.
Wie viel Biogas ist zu erwarten und wie wird es genutzt?
Der Biogasertrag liegt typischerweise bei 0,4–0,5 m³ je kg abgebauter organischer Trockensubstanz (oTS) bei einem Methangehalt von 60–70 %. Das Gas kann in einem BHKW zur Strom- und Wärmeerzeugung, in einem Heizkessel zur Prozesswärmebereitstellung genutzt oder bei Nichtbedarf sicher abgefackelt werden.
Welche Angaben benötigen Sie für ein Angebot?
Bitte nennen Sie uns die Schlammarten und täglichen Mengen in m³/Tag, deren Trockensubstanz- und oTS-Gehalt, eventuelle Co-Substrate wie Speiseabfälle, den bevorzugten Temperaturbereich und die Dachbauart sowie die vorgesehene Biogasverwertung (BHKW, Heizkessel oder Fackel). Senden Sie uns Ihre Anforderungen und wir erstellen Ihnen innerhalb von 48 Stunden ein Angebot.
